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Magdeburg, Dom

Neubau, 2008

93

Register

4

Manuale

6.139

Orgelpfeifen

1604 baute Heinrich Compenius der Jüngere eine Orgel im Dom zu Magdeburg. 1830 kam diese in ein neues Gehäuse und wurde 1856 durch eine Orgel von Adolf Reubke ersetzt. 1896 baute Ernst Röver eine neue Orgel mit 100 Registern, die im II. Weltkrieg zerstört wurde.

Im Jahr 2008 haben wir im Magdeburger Dom eine neue Hauptorgel als opus 619 errichtet. Der große Raum benötigt für eine möglichst angemessene Beschallung ein entsprechend umfangreich angelegtes Orgelwerk. So besitzt das neue Instrument 93 Register auf vier Manualen und Pedal. Während die Registertraktur elektrisch angelegt ist, konnte die Tontraktur mechanisch ausgeführt werden. Zur Erleichterung der Spielbarkeit wird ein Teil der mechanischen Koppeln durch Kowalyshyn-Servopneumatik-Hebel unterstützt.

Die Windladen von Hauptwerk und Solo befinden sich übereinander im vorderen Bereich des Orgelgehäuses. Dahinter sind in zweiter Ebene Positiv und Schwellwerk, ebenfalls übereinander, angeordnet. Auf dem Dach der Orgel sind einige solistische Register liegend positioniert. Das Pedal teilt sich beidseits der Manualwerke auf. Die größte Prospektpfeife des Prospektes ist
der Ton Fis des Pedalregisters Principal 32'.

Das Klangkonzept basiert im Kern auf der mitteldeutschen Tradition. Darüber hinaus erweitert sich die Disposition zu einer sinfonischen Großorgel mit einem bis c4 ausgebauten Manualambitus und bietet somit trotz Spezialisierung auf die deutsche und französische Klangwelt musikalische Interpretationsmöglichkeiten von selten anzutreffendem Umfang.

Die Figur eines Hahnes von der ursprünglichen Compenius-Orgel blieb erhalten und gab den Anlass, einen solchen goldenen Hahn als Kopie in den Spieltisch der neuen Hauptorgel zu integrieren. Dieser kann mittels einer Apparatur aus dem Gehäuse gefahren werden.

Galerie

Disposition

I. Hauptwerk
1. Principal 16′
2. Bourdon 16′
3. Octave 8′
4. Diapason 8′
5. Gedackt 8′
6. Doppelflöte 8′
7. Gambe 8′
8. Nassat 5 1/3′
9. Octave 4′
10. Hohlflöte 4′
11. Spitzflöte 4′
12. Tertia 3 1/5′
13. Quinte 2 2/3′
14.  Octave 2′
15. Cornett V
16. Mixtur maior V
17. Mixtur minor IV
18. Trombone 16′
19. Trompette 8′
20. Clairon 4′
II. Positiv
21. Salicional 16′
22. Quintatön 16′
23.  Principal 8′
24. Rohrflöte 8′
25. Cor de nuit 8′
26. Viola 8′
27. Fugara 8′
28. Vox celestis 8′
29. Octave 4′
30. Traversflöte 4′
31.  Fugara 4′
32. Nassat 2 2/3′
33. Octave 2′
34. Piccolo 2′
35. Echocornett III 2′
36. Harmonia aetherea III-IV
37. Englischhorn 16′
38. Trompete 8′
39. Klarinette 8′
40. Cromorne 8′
41. Chamade 8′
III. Schwellwerk
42. Bordun 16′
43. Principal 8′
44. Bordun 8′
45. Flûte traversière 8′
46. Voce umana 8′
47. Viola di Gamba 8′
48. Voix céleste 8′
49. Octave 4′
50. Viola 4′
51. Flûte octaviante 4′
52. Flöte 4′
53. Nazard 2 2/3′
54. Quarte de Nazard 2′
55. Tierce 1 3/5′
56. Larigo 1 1/3′
57. Sifflet 1′
58. Progressio III-V 2′
59. Bombarde 16′
60. Aeoline 16′
61. Trompette 8′
62. Voix humaine 8′
63. Hautbois 8′
64. Clairon 4′
Tremulant
IV. Solowerk
65. Doppelprincipal 8′
66. Flûte harmonique 8′
67. Seraphon 8′
68. Cornett VI 16′
69. Clarinette 8′
70. Tuba mirabilis 8′
Pedal
71. Principal 32′
72. Untersatz 32′
73. Octave 16′
74. Violon 16′
75. Subbass 16′
76. Kontrabass 16′
77. Zartbass 16′ (Transm.)
78. Quinte 10 2/3′
79. Octave 8′
80. Flöte 8′
81. Gedackt 8′
82. Cello 8′
83. Cello piano 8′
84. Terz 6 2/5′
85. Nassat 5 1/3′
86. Octave 4′
87. Flöte 4′
88. Flöte 2′
89. Contrabombarde 32′
90. Bombarde 16′
91. Fagott 16′
92. Trompete 8′
93. Clairon 4′

Koppeln: IV/I; III/I; III/I sub; II/I; III/II; III/II sub; III/III super; I/P; II/P; III/P; IV/P.
Spielhilfen: Schwelltritte für Positiv und Schwellwerk
10.000 Setzerkombinationen.

Standort

Screenshot von OpenStreetMaps