Das staatliche Konservatorium „Elsner“ in Warschau gehört mit zu den bedeutendsten Ausbildungsstätten in Polen. Die zweistufige Ausbildung ist eine Besonderheit, die es in Deutschland in dieser Form nicht gibt.
Im Jahre 1976 erhielt das Konservatorium bereits ein II-manualiges Übungsinstrument mit 18 Registern aus unserem Hause, welches im Konzertsaal aufgestellt wurde.
Auf Grund der vielseitigen und starken Nutzung des Konzertsaales und dem Umstand, dass die Übungsorgel in der Orgelklasse verbraucht war, bestand der Bedarf, ein neues Übungsinstrument für die Orgelklasse anzuschaffen.
Dieses verfügt über 22 Register, II Manuale und Pedal sowie über ein zusätzliches Lehrermanual mit mechanischer Umschaltung auf eine kurze Oktave, wie sie in der Alten Musik üblich war.
Die Fertigstellung erfolgte im Jahr 2009 als opus 623.
Die neue Schuke-Orgel von 2003 (op. 614) in der Marienkirche am Behnitz in Spandau sieht in der kleinen Kapelle riesig aus und hat auch eine ausgewachsene Größe auf II Manualen und Pedal: 35 Register!
Der Stifter der Orgel wollte jungen Organisten und Studenten ein Übungs- und Konzertinstrument an die Hand geben, auf dem eine Vielzahl von unterschiedlichen Werken von der Renaissance über Barock bis hin zu romantischer und moderner Musik darstellbar sind.
In dieser Orgel ist eine kurzbechrige Horizontalzunge ebenso anzutreffen wie die Rekonstruktion der gedrechselten Blockflöte Flaut douce aus dem Jahre 1702.
Die historische Wagner-Orgel aus dem Jahre 1725 wurde von Joachim Wagner (1690-1749) als berühmter regionaler Orgelbauer („Silbermann von Brandenburg“) gebaut.
Sie ist noch fast vollständig original erhalten und wurde von unserer Firma bereits dreimal restauriert, um den Bestand und die Spielfähigkeit des Orgelwerkes mit II Manualen und Pedal sowie 33 klingenden Registern zu bewahren.
Die Ton- und Registertraktur ist rein mechanisch und wie an fast allen Wagner-Orgeln ist auch ein Cymbelstern verbaut.
Mit ihrem prachtvollen Prospekt erhebt sich die Orgel über der von Schinkel in die Trennwand eingearbeiteten Buntglas-Rosette. Die Basspfeifen werden von den Schutzpatronen als Atlanten in ausschwingenden Risaliten getragen.
Der Standort an der Westseite der Kirche gegenüber dem Hauptaltar ist in der Kathedrale Zamora (Mexiko) der optimale Standort, von dem aus die gesamte Kirche akustisch zu füllen ist und gleichzeitig dem Altar als Zentrum der Kirche ein würdiges Gegenüber verleiht.
Hierbei war es uns wichtig, das Westfenster der Kathedrale frei sichtbar zu lassen, um auch dem Geistlichen die visuelle Offenheit der Westfassade zu erhalten.
Trotzdem sind die Maße der Orgel (op. 620) von 2008 beeindruckend: die Gesamthöhe beträgt 26 m und sie rahmt mit ihrem Stahlbogen die 12 m hohe Tür ein. Durch eine Wendeltreppe erreicht der Organist den Spieltisch in 13 Metern Höhe auf der Mitte des Stahlbogens. Die Orgel verfügt über 51 Register auf III Manualen und Pedal mit mechanischer Tontraktur und elektrischer Registertraktur.
Der Orgelneubau (op. 632) in der Gebietsphilharmonie Kharkiv (Ukraine) wurde durch unsere Traditionswerkstatt im Jahr 2016 fertiggestellt. Seitdem stehen den Organistinnen und Organisten für Orgelkonzerte 70 Register auf vier Manualen und Pedal, mit mechanischer Tontraktur sowie elektrischer Registertraktur mit Setzeranlage und 10.000 Speicherplätzen in vier abschließbaren Bereichen zur Verfügung.
Diese Konzertsaalorgel vereint auf besondere Weise die klanglichen Welten der deutschen Barock- und Romantiktradition. Sie ist kein Universalinstrument, sondern verbindet zwei eigenständige Orgelsysteme, die sowohl getrennt als auch im harmonischen Zusammenspiel verwendet werden können. Das Rückpositiv kombiniert Elemente nord-, mittel- und neobarocker Stile und ermöglicht einen klaren, strahlenden Klang, während das Hauptwerk die Tiefe und Fülle der deutschen Romantik mit einer ausgewogenen Registergestaltung repräsentiert. Ergänzt wird dies durch ein vielseitiges Schwellwerk mit französischen Zungen und zarten romantischen Stimmen sowie ein drittes Manual, das barocke und romantische Einflüsse nahtlos verbindet. Das Pedalwerk bietet eine breite klangliche Basis von 32′-Registern bis zu brillanten Mixturen.
Mit ihrer klanglichen Flexibilität und stilübergreifenden Charakteristik ist diese Orgel ein idealer Klangkörper für Konzertaufführungen auf höchstem Niveau. Sie verbindet historische Stilelemente zu einem eigenständigen Instrument, das die Vielfalt und Tiefe von verschiedensten Aufführungen im Konzerthaus in einzigartiger Weise zum Ausdruck bringt.
Beeindruckt von der Orgelbesichtigung im Dom zu Erfurt im Jahr 2005 beauftragte der Dombaumeister aus Kaliningrad (Russland) die Firma Alexander Schuke, ebenso einen „Orgelkomplex“ bestehend aus zwei Konzert-Orgeln im Königsberger Dom zu errichten.
Die Chororgel direkt am Orchesterpodest wurde im Jahr 2006 fertig gestellt und besitzt 32 Register für zwei Manuale und Pedal (op.616). Der mechanische Spieltisch der Orgel hat jedoch vier Manuale und Pedal und 122 elektrische Registerschalter, weil damit auch die 2008 fertig gestellte Hauptorgel (op. 618) mit IV Manualen und Pedal sowie 90 Registern angespielt werden kann.
Es ist auch möglich, die Chororgel von der Hauptorgel aus anzuspielen bzw. mit je einem Organisten an jeder Orgel ein Konzert für zwei Orgeln zu veranstalten.
Die Chororgel ist freistehend im ersten Joch zum Südschiff mit Marketerien an der Rückwand.
Die Hoffnungstaler Stiftung in Lobetal ist mit eines der großen und bekannten Zentren, die Menschen mit Behinderung ein würdiges und abwechslungsreiches Leben ermöglichen.
Zu dieser in unserer Gesellschaft sehr wichtigen Aufgabe gehört neben der Beschäftigung der Bewohner in Handwerk und Landwirtschaft auch die Musik, die gerade für Menschen mit Behinderung eine sehr bedeutende Rolle spielt.
So kann auch eine in der Größe angemessene neue Orgel mit ihren Klängen die Menschen erreichen und sie zum Singen im Gottesdienst und anderen Veranstaltungen anregen und begleiten.
Das 2015 fertiggestellte Werk (op. 631) verfügt über II Manuale und Pedal mit 23 Registern und mechanischer Ton- und Registertraktur sowie über einen zweiten Spieltisch auf der Bläserempore, mit dem das Hauptwerk separat mechanisch anspielbar ist.
Die Orgel in Lobetal wurde im Stil der mitteldeutschen Barockorgeln erbaut und orientiert sich an den Prinzipien dieser Epoche. Ihre Disposition folgt dem charakteristischen Prinzip von „pars Major“ und „pars Minor“, das jedem Register einen entsprechenden Gegenspieler zuordnet.
So ist der Principal 8‘ im Hauptwerk der „pars Major“ und findet seinen „pars Minor“ im Positiv als Principal 4‘. In ähnlicher Weise ergänzt die Quintadena 16‘ (Flötenbauart) im Positiv das Gedackt 8‘ im Hauptwerk. Dieses Konzept verleiht der Orgel mit nur 23 Registern eine überraschend reichhaltige klangliche Vielfalt und zahlreiche 8‘/4‘-Kombinationen, die besonders für liturgische Musik, Choralbegleitung und historische Orgelwerke ein breites Spektrum an Ausdrucksmöglichkeiten eröffnen.
Mit der Restaurierung und Rekonstruktion im Jahre 2005 der Georg-Christoph-Stertzing-Orgel von 1702 wird ein Meister postum geehrt, der unbedingt qualitativ gleichzusetzen ist mit dem Hamburger Orgelbauer Arp Schnitger.
Kaum ein anderer Orgelbauer kann eine solche Nähe zur Bach-Familie aufweisen, die ihn und seine Instrumente über Jahre hinweg geprägt haben. Beim Bau der Orgel auf dem Petersberg in Erfurt (Büßleben) mit 28 Registern in Oberwerk, Brustwerk und Pedal verzichtete er auf vielerlei Spielereien wie Tremulant oder Cymbelstern, sodass es einen rein liturgischen Charakter erhält.
In der Erfurter Umgebung ist die Stertzing-Orgel die einzige erhaltene Orgel aus der Zeit um 1700 und in ganz Thüringen sogar in ihrer Größe die Älteste.
Die Stimmung ist mitteltönig nach Praetorius, jedoch 1,5 Töne höher als normal (a‘ = 523,2 Hz bei 18 °C).
Die neue Schuke-Orgel im Performing Arts Center in Pingtung (Taiwan) besitzt III Manuale und Pedal mit 45 Registern auf Schleifladen, die rein elektrisch angesteuert werden.
Der Spieltisch ist dadurch beweglich und kann sowohl auf Höhe der Orgel als auch auf dem Orchesterpodium benutzt werden. Der Transport auf dem rollbaren Podest ist auch mittels eines Aufzugs möglich.
Die Disposition entspricht einer reinen Konzertorgel mit französischen und deutschen romantischen Einflüssen aber auch mit einer Spezialität: der Flûte formosa 2′ aus Bambus als Reverenz zur Insel Taiwan, wo Bambuspflanzen frei wachsen können.
Die neue Orgel des Bardowicker Domes ist ein rein mechanisches III-manualiges Instrument von 2011 (op. 627) mit Pedal und einem Tastenumfang für die Manuale C – f’’’ und im Pedal C – f’ mit einer Gesamtzahl von klingenden 45 Registern sowie Glockenspiel, Vogelgeschrei, Kuckucksruf und Cymbelstern.
Diese Orgel ist im thüringischen Barockstil aus dem klanglichen Stil der Eilertus-Köhler-Orgel 1740 in Suhl / Kreuzkirche entwickelt worden.
Aufstellung fand das Instrument auf der Westempore des Domes im denkmalwerten Orgelgehäuse der Furtwängler-Orgel aus dem Jahre 1867.
Das Orgelgehäuse wurde wieder auf den ursprünglichen Standort von 1867 auf der Empore gebracht.
Die Tonhöhe ist auf 440 Hz bei 18 °C angelegt. Als Stimmungsart wurde die modifizierte ungleichschwebende Bach/Kellner-Stimmung angelegt.
Der Winddruck beträgt für alle Laden 83 mmWS.
